Gänseblümchen


DAS GRÜNE WILDE WUNDER IM APRIL                                                                     

Wildpflanzen sind die Ahnen aller Kulturpflanzen. Sie begleiten uns seit Urzeiten nahezu unverändert mit ihrer außerordentlich großen Vielfalt, Fülle und Schönheit.
Sie sind in ihrer Beschaffenheit und dem Zusammenspiel von inneren Komponenten und kosmischen Einflüssen in Hinsicht auf den ganzen Menschen so weise und synergetisch angelegt, dass es, so glaube ich, kein besseres Konzept für eine ganzheitliche Ernährung gibt. Sie stellen uns Nahrung und Medizin für Körper, Seele und Geist zur Verfügung.
Ich schätze sie sehr, fühle mich Ihnen verbunden und empfinde große Dankbarkeit für ihr hier Sein.
 

Das Gänseblümchen – Bellis Perennis

 

Neben dem Löwenzahn ist sie die beliebteste Blume bei Kindern. 
Und damit eine der wenigen Wildpflanzen, an die sich viele von uns aus ihrer Kinderzeit erinnern können. Sowohl an ihr Aussehen, als auch an ihren Namen.
Carl Linnaeus, der schwedische Botaniker hat dieser liebreizenden Blume den wissenschaftlichen Namen Bellis Perennis aus dem Lateinischen bellus – das bedeutet schön und perennis – das bedeutet ausdauernd, gegeben.
Ein überaus passender Name für diese schöne kleine Blume. Sowie die Sonne scheint, erfreut sie uns mit ihren Blüten.
Unermüdlich – also auch im Winter treibt sie aus. Als ich diesen Text schrieb, ruhte sie allerdings in meinem Garten unter einer dicken Schneedecke.
Zum Glück habe ich im Mai die Blüten gesammelt und getrocknet. Sie verströmen einen intensiven vollmundigen süßen Geruch, der ein wenig an Äpfel erinnert.
Das Gänseblümchen auch Maßliebchen genannt, enthält neben anderen wirksamen Inhaltstoffen viel Vitamin C und Bitterstoffe.
Ihre Blüten und Blätter sind eine Bereicherung für jeden Salat. Mit anderen frischen Kräutern verfeinern sie Quark und Brotaufstriche. Sie bilden eine gehaltvolle Zugabe für Suppe und Spinat. In der Zeit zwischen März und Mai gesammelt und zusammen mit Brennessel, Giersch und Löwenzahn als Frischpressaft getrunken, ergeben sie eine blutreinigende vitalisierende Frühjahrskur.
Der Tee aus den getrockneten Blüten ist leicht abführend und schmerz- und krampfstillend. Kinder trinken ihn gern auch ohne Beschwerden.

 

Tee

1 TL getrocknete Gänseblümchen mit einer Tasse kochendem Wasser brühen  und 5 Minuten ziehen lassen

 

Kräuterquark mit Gänseblümchen

250g Quark, 100g Joghurt, etwas Olivenöl, Schnittlauch, Dill, Gänseblümchenblätter, Meersalz, Pfeffer miteinander verrühren und mit Blüten dekorieren

 

Rucola mit Gänseblümchen und Räuchertofu

200 g Rucola, 1 kleine Avocado, 2 Mandarinen, Gänseblümchenblüten und -blätter, Saft einer halben Zitrone, 50 – 100 g Räuchertofu, Balsamico-Essig,
Olivenöl, Wildkräutersalz, Sesamöl zum Anbraten für den Tofu

Auf einer Platte zuerst den Rucola, dann die in Streifen geschnittenen Avocado und die Mandarinenscheiben schön anrichten, Zitronensaft über die Avocado
träufeln, den Tofu in kleine Würfel schneiden und diese kurz in heißem Sesamöl anbraten. Tofu ist grundsätzlich gar, wenn Sie ihn kaufen,
wein paar Spritzer Sojasauce drüber.